Die Zinsen für ein Tagesgeldkonto können nicht nur erheblichen Schwankungen unterworfen sein, sondern sich im Extremfall sogar täglich ändern. Dabei liegt es jedoch grundsätzlich im Ermessen der Bank, ob und in welchem Umfang sie die Tagesgeldzinsen neu anpasst. Unter bestimmten Umständen könnten die Zinsen auch von der Höhe der Einlage auf dem Tagesgeldkonto abhängig sein. Ob dies jedoch im konkreten Falle zutrifft, sollte der Kunde möglichst genau in Erfahrung bringen. Hier wird ein Tagesgeldkonten Zinsvergleich umso wichtiger.

Gültigkeitsdauer des beworbenen Zinssatzes

Obwohl es durchaus der Fall sein könnte, dass sich die Zinsen für ein Tagesgeldkonto täglich ändern, wird dies in der Praxis eher selten vorkommen. Viele Banken passen ihre Zinssätze entweder in einem wöchentlichen, monatlichen oder vierteljährlichen Rhythmus neu an. Sollten für Neukunden besondere Konditionen und feste Zinssätze gelten, sind diese Zinssätze fast immer zeitlich begrenzt. Nach dem Ende der Neukundenaktion wird das Tagesgeldkonto genauso verzinst, wie alle anderen Tagesgeldkonten der jeweiligen Bank.

Zinsstaffelung

Viele Banken machten die Höhe der Zinsen beim Tagesgeld nicht zuletzt auch von der Höhe des auf dem Konto befindlichen Guthabens abhängig. Dabei könnte es durchaus üblich sein, dass die Bank über eine eigene Zinstabelle verfügt, aus der die Staffelung der Zinsen genau abgelesen werden kann. Ein Zinsvergleich liefert unter bestimmten Umständen auch genaue Informationen darüber, ob bei einer Filial- oder Direktbank eine Zinsstaffelung existiert oder ob die angegebenen Zinssätze für alle Kunden unabhängig von der Tatsache gelten, wie viel Geld sie auf einem Tagesgeldkonto angelegt haben. Ein höherer Geldanlagebetrag muss nicht in jedem Falle höhere Zinsen zur Folge haben. Oftmals gelten bei den einzelnen Banken sogar bestimmte Höchstsätze, bis zu denen der Zinssatz steigt und bei Überschreiten des Höchstsatzes wieder sinkt. Um auch denjenigen Personen, die nur geringe Geldanlagebeträge zur Verfügung haben, die Möglichkeit zu geben, von den attraktiven Zinsen auf einem Tagesgeldkonto zu profitieren, verzichten viele Banken nicht nur auf die Erhebung eines bestimmten Mindestbetrages für das Tagesgeldkonto, sondern auch auf eine Zinsstaffelung in Abhängigkeit von der Höhe und vom Umfang der Geldanlage.

Zinszahlungsweise

Die Zahlung der Zinsen für ein Tagesgeldkonto erfolgt in den allermeisten Fällen jährlich. Es könnte aber durchaus vorkommen, dass die Bank hierzu andere Regelungen getroffen hat. Insbesondere dann, wenn die Zinsgutschriften in einem monatlichen oder vierteljährlichen Rhythmus erfolgen und der Kunde nicht über das Geld verfügt, kann es zu einem beträchtlichen Zinseszinseffekt kommen, wodurch das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto zusätzlich steigt. Die Zinszahlung erfolgt grundsätzlich immer für jeden Tag, an dem sich das Geld auf dem Konto befunden hat.

Jeder Kunde, der mit dem Gedanken spielt, ein Tagesgeldkonto zu eröffnen und dort größere Geldbeträge anzulegen, sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass dafür eventuell eine Abgeltungssteuer fällig wird. Hierbei handelt es sich um eine sogenannte Quellensteuer, bei der die kontoführende Bank dazu verpflichtet ist, das Geld direkt an das Finanzamt abzuführen. Der Kunde müsste sich in diesem Falle um nichts kümmern. Die Zahlung der Abgeltungssteuer könnte jedoch teilweise verhindert werden. Dazu müsste der Kunde der Bank einen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge erteilen. Der jährliche Freibetrag liegt hier bei 801 Euro für Singles und 1602 Euro für Ehepaare. Der Freistellungsauftrag könnte nicht nur auf eine einzige Bank, sondern auch auf mehrere Banken verteilt werden. Dabei gilt es jedoch unbedingt zu beachten, dass der Gesamtbetrag für die Zinsfreistellung niemals überschritten werden darf. Neben der Abgeltungssteuer muss auch der Solidaritätszuschlag und eventuell noch Kirchensteuer gezahlt werden. Nähere Auskünfte dazu kann sowohl die Bank als auch das Finanzamt oder ein Steuerberater geben.